The Legend of Zelda: Breath of the Wild im Test


Es gibt wenige Spielwelten die sich neu erfinden können und dennoch ihrer Sache treu bleiben. Mit Breath of The Wild haben die Zeldamacher bewiesen, dass sie diesen Spagat sehr gut meistern können. Mehr Details gibt es hier im Test.

Story: 10/10
Anfangs Spiel musste ich mich zuerst etwas orientieren. Ein paar bekannte Ortschaften und Persönlichkeiten waren natürlich vorhanden, dennoch konnte ich die Geschehnisse nicht einordnen. Rückblickend würde ich sagen, dass man dadurch den Spieler motivieren wollte. In der Rolle von Link sollte man sich angetrieben fühlen mehr über die Vergangenheit herauszufinden und auch die offene Welt zu erkunden. Das hat bei mir zumindest funktioniert.

Diesem Gedanke entsprechend spielt sich dieses Zelda „anders“. Es finden sich viele Rollenspielelemente: Ausrüstung wählen und upgraden, Waffen gehen kaputt, limitiertes Inventar und Gegner mit elementaren Schwächen und Stärken. Zu Beginn war ich genervt, wenn beispielsweise eine Waffe nach buchstäblich zwei Schlägen in die Brüche ging. Ich fand mich aber schnell im Hamster-Modus und habe neue Waffen ausprobiert sowie auch evaluiert welche sich zu tragen lohnen und welche nicht. Die Rollenspielelemente veränderten mein Zelda-Erlebnis und daran fand ich sehr wohl Gefallen.

Zur Geschichte bleibt eigentlich nicht viel zu sagen. Man kennt es: irgendwas mit der Prinzessin Zelda, Ganon treibt sein Unwesen und Link soll die Sache zurechtbiegen. Trotzdem fand ich ein frisches Zelda vor mir. Die Franchise erfand sich neu: Neue Fähigkeiten wurden eingefädelt, die Schreine erhielten eine anderen Stellenwelt, die Rätsel sind anders gekoppelt und die Geschichte wird aus der Retrospektive erzählt. Alles in allem wurden diese Neuigkeiten aber sehr gut mit der Zelda-Welt verbunden und das hat einen sehr guten Eindruck bei mir hinterlassen. Weiter gibt es jede Menge Schreine und Krogs (= die kleinen Waldbewohner) zu entdecken, da ist für viele Spielstunden ausgesorgt.

Grafik: 10/10
Eher ich die Spielwelt wirklich zu bestaunen begann, fiel mir auf, dass beim Eintritt eines Kampfes sich die Musik ändert. Wenn ich mich richtig entsinne, war dieser Mechanismus stark in einem Gamecube-Zeldatitel vertreten und das war wirklich nervig. Zu meiner Erleichterung ist bei Breath of The Wild der Wechsel von Toneinlagen mit sehr sanften Übergängen versehen, weshalb ich den Musikwechsel mit der Zeit nicht mal wirklich bewusst wahrnahm.

Ansonsten muss ich es nicht wirklich erwähnen oder? Ich mache es trotzdem: die Spielwelt sieht hammermässig aus. Wunderschöne Locations, zauberhafte Lichteffekte und nostalgische Musik. Was will man mehr? Zu meinem Erstaunen läuft das Spiel auf der Switch im „normalen“ sowie „TV“-Modus sehr flüssig. Meiner Meinung nach hat man an den richtigen Stellen gespart um eine saubere Ausgabe zu erreichen.

Sonstiges: 10/10
Mit der Menge an Features und Steuermöglichkeiten liegt es natürlich nahe, dass man zu Beginn mit der Steuerung zu kämpfen hat. Nach ein paar Spielstunden beherrscht man diese jedoch im Schlaf und Verbesserungsvorschläge hätte ich in dem Sinne auch keine. Die Steuerung ist wirklich super.

An dieser Stelle bleibt eigentlich nicht mehr viel zu sagen. Ich bin mit allen Features sehr zufrieden, ebenfalls gefällt mir die Speicherfunktion sehr gut. Die Möglichkeit zur Schnellreise kommt auch sehr gelegen sowie das Zeitraffen auch. Was von anderen Titeln abgeschaut wurde, wie beispielsweise das Erklimmen von Türmen und Freischalten von Gebieten, wurde wenigstens gut geklaut. 

Total: 100%
Mit “Breath of The Wild” fand ich ein hervorragendes Spielerlebnis. Mich überzeugten die Spielmechanik sowie auch die lebendige Spielwelt. Ich würde das Spiel wärmstens empfehlen.

Spezifikationen
Titel: The Legend of Zelda: Breath of the Wild
Erscheinungsdatum: 03.03.2017
Altersempfehlung: PEGI 12+
Publisher: Nintendo
Getestete Plattform: Nintendo Switch
Testperiode: 03.08.2017 bis 15.10.2017
Testdauer: 80 Stunden

Crash Bandicoot N. Sane Trilogy im Test


Diesen Beuteldachs verbinden verständlicherweise viele Gamer mit ihrer Kindheit. Damals standen Crash und Co für ein anspruchsvolles aber dennoch sehr unterhaltsames Gameplay mit einer starken Grafik. In diesem Jahr erschien ein Remake der ersten drei Crash Titeln, gepackt in einem einzelnen Spiel. Hier gibt es den Test.

Story: 10/10
Mir ist bewusst, dass die Story bei einem Remake an sich nicht neu ist. Dennoch finde ich es sehr gelungen wie die Entwickler bei Vicarious Visions ein altes Spiel komplett modernisiert haben. Das Spielgefühl ist geblieben, die Herausforderungen bei einigen Levels ebenfalls, und man hat versucht dem Original möglichst treu zu bleiben. Trotzdem hat man Neuerungen eingebracht. Für die Geschichte wurden die Zwischensequenzen sowie einige Soundeinlagen komplett neu erstellt. Als Spieler schätzt man diese Liebe zur Franchise und diese ist in allen drei Titeln zu spüren.

Ich bin der Meinung, dass dieses Spiel trotz der klassischen, und in die Jahre gekommener, Mechanik auch neue Gamer begeistern kann. Wer bisher noch nie ein Crash Bandicoot Titel gespielt hat, der wird dennoch sehr gefordert sein und Spass haben. Bei diesem Titel kommt es auf das richtige Timing an. Dieses Feeling kann auch heute noch sehr gut vermittelt werden.

Grafik: 10/10
Das Spiel schaut so aus, wie man es sich aus der nostalgiegeprägten Erinnerung vorstellt. Die Charaktere sehen super aus, die Animationen sind sympathisch und die Levels wurden komplett neu erstellt. An der Grafik gibt es wirklich nichts auszusetzen.

Sonstiges: 9.5/10
Ein Bisschen Abzug gibt es für die verdammt träge Steuerung. Ob mit dem Analogstick oder den Steuerkreuzen, beide sind sehr verzögert. In den ersten Spielstunden macht dieser Umstand reichlich zu schaffen aber im Verlaufe der Zeit konnte ich mich daran gewöhnen. Das hätte aber nicht wirklich sein müssen.

Ansonsten erlaubt das Spiel das Speichern nach jedem Level, bietet reichlich Umfang und die Referenzen auf das Original liessen mich das eine oder andere Mal schmunzeln.

Total: 98%
Ich hätte mir wirklich kein besseres Remake für die Crash Spiele wünschen können. Mit dieser Neuauflage ist man allen Wünschen der Fans gerecht geworden und ich bin überzeugt, dass dieser Titel auch Neulinge fesseln kann. Dringende Kaufempfehlung.

Spezifikationen
Titel: Crash Bandicoot N. Sane Trilogy
Erscheinungsdatum: 30.06.2017
Altersempfehlung: PEGI 7+
Publisher: Activision
Getestete Plattform: Playstation 4
Testperiode: 01.08.2017 bis 21.08.2017
Testdauer: 21 Stunden

Life Is Strange im Test


Ich wusste im Vorfeld wenig worauf ich mich da einlasse. Bekannt war mir zwar, dass es sich hierbei um ein Abenteuerspiel handelt, in dem man Dialoge führt und durch Entscheidungen den Verlauf der Geschichte ändert. Um was es sich beim Spiel eigentlich handelt wusste ich nicht. Ich hörte aber «es sei extrem gut». Die Rede ist von "Life Is Strange" und dieser Test fasst meine Eindrücke zusammen.

Story: 10/10
In der ersten Spielstunde war ich noch nicht so begeistert. Das Setting schien ziemlich durchschaubar. Eine Amerikanische Highschool, Teenies, Cliquen und dieses etwas schüchterne Mädchen im Mittelpunkt der Geschichte. Die Erzählung nimmt aber von Episode zu Episode an Spannung zu. Unerwartete Wendungen und emotionale Entwicklungen der Charaktere verleihen der Story im Endeffekt einen Tiefgang der einen bleibenden Eindruck beim Spieler hinterlässt. So auch bei mir. Ich war wirklich sehr begeistert.

Von der Erzählweise her gesehen hat man eine sehr passende Methodik gewählt. Man erlebt in der Rolle eines Charakters die Geschehnisse sehr hautnah und es wirkt sehr offen. Die gesetzten Ziele, zum Voranschreiten der Story, werden subtil und gekonnt eingefädelt, damit es scheint, als würde man sich in einer freien und lebenden Welt bewegen. Weiter erlaubt die Spielerei mit der Zeit dem Spieler sich auszutoben und verschiedene Antworten auszuprobieren und dennoch verliert sich nicht der rote Faden der Geschichte.

Kurz gesagt würde ich sagen, dass dieser Einzelspielermodus eine sehr emotionale und fesselnde Geschichte gekonnt erzählt und hiermit auch gleich den Spieler sehr gut unterhält. 

Grafik: 10/10
An dieser Grafik etwas auszusetzen wäre schon etwas übertrieben. Mir gefiel die Atmosphäre, der gekonnte Einsatz von Perspektiven und die Gestaltung der Spielwelt im Allgemeinen. Passend zur Hauptfigur der Story hat die die Spielwelt einen eigenartigen, künstlerischen und idyllischen Touch. Die Lichteffekte stimmen und die Dialoge wirken auch sehr gut ein. Umrahmt wird das Erlebnis durch melancholische Musik und diese ist ebenfalls sehr passend gewählt. Für mich eine klare 10/10.

Sonstiges: 9.5/10
Eine Sache hat mich aber dennoch an diesem Titel gestört, namentlich die Speicherfunktion. Das Spiel speichert automatisch und dies geschieht nicht gerade oft. Es ist wahrscheinlich eher geraten eine komplette Episode am Stück zu spielen, dies passt mir aber persönlich zeitlich nicht so. Es kam bei mir also vor, dass ich eine Session unterbrechen musste und später gewisse Teile nochmals spielen musste.

Ansonsten kann ich kaum etwas bemängeln. Die Steuerung läuft flüssig, die Spieldauer ist angenehm und alles in allem ist das Spiel ein super Erlebnis.

Total: 98%
«Life Is Strange» hat mich sehr begeistert. Das Spiel vermittelt eine sehr packende und emotionale Geschichte mit völlig unerwarteten Wendungen. Dringende Kaufempfehlung.

Spezifikationen
Titel: Life Is Strange
Erscheinungsdatum: 22.06.2016
Altersempfehlung: PEGI 16+
Publisher: Square Enix
Getestete Plattform: Xbox One
Testperiode: 24.07.2017 bis 28.07.2017
Testdauer: 16 Stunden

The Town of Light im Test


Es gibt gute Spiele, schlechte Spiele, sehr schlechte Spiele und dann den Scheiss hier. Ja, OK, vielleicht etwas übertrieben formuliert, aber dieser Titel ist wirklich schlecht. In diesem Test werde ich versuchen zu erklären weshalb. Los geht’s…

Story: 2/10
Schon beim Öffnen der Verpackung wurde mein Interesse geweckt. Es waren nämlich Bilder mit dabei, welche die lebensechte Location aus der Spielwelt zeigen. Weiter lese ich «Inspiriert von echten Ereignissen und Orten» oder Aussagen wie «düstere und emotionale Reise». Klingt ja nicht schlecht, oder?

Einmal in der virtuellen Welt drin geht es aber nur noch Berg ab. Die erzählte Geschichte wird dermassen schlecht übermittelt, ich kann sie nicht ernst nehmen. An und für sich würden der Grundgedanke und das Setting viel Raum für eine tolle Erzählweise bieten. Beispielsweise hätte man die Umgebung drastischer verändern können, weil die Hauptfigur ja geistesrank ist. Weiter wäre es möglich gewesen weitere Charaktere einzubringen, vor denen man sich schützen muss oder ähnliches. Stattdessen entschied man sich aber, ich hoffe mal unbewusst, für eine monotone Erzählung einer so verwirrenden Geschichte, dass man sie nur noch aus Prinzip über sich ergehen lässt. «Es könnte ja noch besser werden», dachte ich. Nun, der Weg zur Besserung schlug das Spiel nie ein, bis letztendlich das erlösende Ende kam. Das Spiel hatte ich in gerade mal vier Stunden durch. Was für ein Mist.

Das Gameplay ist ebenfalls sehr monoton und extrem rudimentär gehalten. Teilweise ist es dem Spieler nur erlaubt im Schritttempo zu laufen und vielleicht mal den A-Knopf zu tätigen. Im besten Fall kann man über einen Knopfdruck ein Brief lesen oder einen Aufzug rufen. Die Umgebung untersuchen, Items sammeln, Puzzles lösen oder sonst irgendetwas, was das Spiel spannender machen würde, hat man schlichtweg ausgelassen. Alles kein Thema.

Die einzigen Pluspunkte für die Story gibt es von mir, weil die Macher sich «bemüht» haben, geschichtliche Aspekte aus der realen Welt in die Story mit einfliessen zu lassen. Weiter hat man «versucht», eine Geschichte aus der Perspektive einer geisteskranken Person zu erzählen, was sicherlich keine leichte Aufgabe ist.

Grafik: 3/10
Der Spielwelt mangelt es einfach extrem an sehr vielen Dingen. Zwar hat man eine Nervenheilanstalt gut porträtieren können aber das war es auch schon. Das Licht scheint statisch aus dem gleichen Winkel und auf sonstige Lichteffekte hat man verzichtet. In dem Setting hätte man wunderbar mit Flackern und verschiedenen Perspektiven arbeiten können.

Weiter wird in den Zwischensequenzen mit einer moderaten bis schlechten Kameraführung gearbeitet und die Menschen darin sind teilweise sehr schlecht modelliert. Ich weiss nicht, mir scheint es so, als hätte man nicht mal versucht dem Spiel zumindest auf optischer Ebene einen guten eigenen Stil zu verpassen.

Zumindest positiv erwähnen möchte ich an dieser Stelle die Atmosphäre. Trotz der vielen Mängel ist es den Entwicklern gelungen den Spieler auf Draht zu halten. Man weiss nicht ob demnächst ein «Jump-Scare» kommt oder nicht. Vielleicht bilde ich mir dies aber nur ein, denn schliesslich fehlt auch alles andere, was diesen Titel zu einem Horror-Titel machen würde. In dem Sinne entstand die Atmosphäre vielleicht unbeabsichtigt.

Weiter sind einige Zeichnungen der Zwischensequenzen sehr gut gelungen. Ich weiss nicht, weshalb man den Stil aus den Zeichnungen nicht auch vermehrt in die sonstige Umsetzung hat einfliessen lassen. Hier hat man eine gute Chance verpasst.

Sonstiges: 1/10
Mehr zu sagen bleibt eigentlich nicht. Die kurze Spieldauer habe ich bereits angeschnitten, die minimalen Steuermöglichkeiten für den Spieler ebenfalls sowie auch die schlechte Erzählweise.

Ansonsten kann ich nur noch erwähnen, dass man nicht mal eine sichtbare Speicherfunktion eingebaut hat. Im Menu besteht nur die Möglichkeit das Spiel zu verlassen. Mit den mickrigen vier Stunden Spieldauer ist es aber auch nicht wirklich notwendig…

Nochmals kritisieren möchte ich an dieser Stelle die Verwendung von unklaren Symbolen. Manchmal werden dem Spieler Fragen gestellt und man kann aus zwei oder vier antworten mal eine aussuchen. Darauffolgend werden irgendwelche komische Symbole eingeblendet. Was diese bedeuten? Für was diese sind? Keine Ahnung, diese Fragen bleiben offen bis zum Schluss. Scheinbar ist es auch möglich, mit den gegebenen Antworten den Verlauf der Story zu beeinflussen. Ganz ehrlich aber, bei dem abgelieferten Mist hatte ich keine Lust dies noch genauer zu untersuchen.

Total: 20%
Das Spiel ist kompletter Müll. Ich meine als Schulprojekt könnte man den Scheiss noch veröffentlichen aber den Mist für Geld zu verkaufen ist doch eine Frechheit. Macht nicht den gleichen Fehler wie ich: kauft dieses Spiel nicht.

Spezifikationen
Titel: The Town of Light
Erscheinungsdatum: 06.07.2017
Altersempfehlung: PEGI 18+
Publisher: THQ Nordic
Getestete Plattform: Xbox One
Testperiode: 20.07.2017 bis 20.07.2017
Testdauer: 4 Stunden

The Walking Dead: A New Frontier im Test


Im Falle von Telltale Games’ «The Walking Dead» noch von einem Spiel zu sprechen ist vielleicht nicht ganz korrekt. Klar, die Software läuft auf Konsole oder PC aber im Grunde genommen erlebt man hier als Spieler einen sehr interaktiven Film. Film oder Spiel, klar ist, “The Walking Dead: A New Frontier» verdient sich eine angemessene Würdigung in Form eines Reviews.

Story: 10/10
Wie lange sind Season 1 und 2 her? Für mich ehrlich gesagt zu lange, denn ich musste zuerst mit Youtube-Videos meinem Gedächtnis auf die Sprünge helfen. Die Endsequenz aus Season 1 hatte ich aber natürlich nicht vergessen (R.I.P. Lee). Genauso unvergesslich sollte es auch mit diesem Titel weitergehen, der chronologisch gesehen an die zweite Season knüpft. Von Beginn an fühlte ich mich wieder in den Bann gezogen. Dem Spiel gelang dies durch die Einführung neuer und lebendiger Charaktere, vielen Überraschungen und schwerwiegenden Entscheidungen. Mit anderen Worten: Hier erlebt man grosses Kino.

Die Spielmechanik hat sich nicht verändert. Man kann entweder einen Zeiger steuern und darüber mit der Umgebung interagieren, sofern dies vorgesehen ist, oder man tätigt die richtigen Knöpfe im richtigen Zeitpunkt. Die Dialoge werden wie gewohnt mit vier Knöpfen geführt, wobei jeder Knopf eine mögliche Antwort oder Reaktion darstellt. Gefühlsmässig würde ich sagen, dass in dieser dritten Season der Serie wir weitaus weniger Steuermöglichkeiten vorfinden, stattdessen bilden Reaktion und Dialoge den grössten Teil. Per se ist das nicht schlecht. Ich würde sogar sagen, dass man sich dadurch stärker auf die Story fokussieren kann und dies somit durchaus positiv zu verstehen ist.

Grafik: 10/10
Zum grafischen Aspekt kann ich mich ruhig kurz und prägnant ausdrücken: Künstlerischer Comic-Stil, exzellente Kamera-Führung, gelungener Einsatz von Licht und Schatten zur Bildung der Atmosphäre, lebendige Vertonung und gute Animierung der Charaktere. In dem Sinne habe ich wirklich nichts auszusetzen. Das Spiel gefällt mir grafisch und musikalisch sehr gut.

Sonstiges: 8/10
Denke ich an die vorherigen Staffeln der Serie, so kommen mir nicht nur Bruchteile der Geschichte in den Sinn, sondern auch ein paar technische Mängel. Darunter sind beispielsweise die langen Ladezeiten oder die häufigen Tauchgänge der Framerate in intensiven Passagen. Zu den Ladezeiten kann ich getrost sagen, dass sich diese nun in einem akzeptablen Rahmen bewegen. Die Drops in der Framerate kommen zwar nicht allzu häufig vor, sind aber dennoch anzutreffen.

Weitere Mängel sind die verzögerte Steuerung sowie auch die fehlende manuelle Speicherfunktion. Ich verstehe nicht, weshalb man in einem solchen Spiel nicht einfach jederzeit bewusst speichern kann. Ein solches Feature würde ich mir für die folgende und letzte Staffel wirklich wünschen.

Total: 93%
«The Walking Dead: A New Frontier» ist für mich eine sehr gelungene Fortsetzung der vorherigen Staffel. Zwar wird das Spielerlebnis durch die technischen Defizite etwas getrübt, dennoch hat mich die Geschichte dieser Season sehr begeistert. Ich freue mich auf das Finale.

Spezifikationen
Titel: The Walking Dead: A New Frontier
Erscheinungsdatum: 02.03.2017
Altersempfehlung: PEGI 18+
Publisher: Warner Bros. Interactive
Getestete Plattform: Xbox One
Testperiode: 18.07.2017 bis 19.07.2017
Testdauer: 8 Stunden

Prey im Test


Als «Prey» erschien hagelte es gleich etliche Reviews aus allen Richtungen. «10/10», «98%», «Hammer Spiel» oder ähnliches hiess es. Ich musste mich selber davon überzeugen, weshalb ich jetzt auf diesen Spieltest zurückblicke und hier wie gewohnt ein paar Gedanken festhalte.

Story: 10/10
Eine Weltraumstation, die führende Forschung betreibt, wird von Aliens befallen und es herrscht Chaos. Was auf den ersten Blick wie ein Dead Space-Abklatsch erscheint, ist in Wahrheit gar nicht so. Ich würde eher von einer gelungenen eigenständigen Umsetzung sprechen, die sehr gekonnt eine Geschichte mit der Spielmechanik vermischt. Die Forscher entwickeln nämlich «Neuromods», was quasi die Modifikation des Gehirns erlaubt und somit die Aneignung weiterer Fähigkeiten, was so direkt in den Skill-Baum integriert worden ist. Davon mal abgesehen, bringt die Geschichte von Beginn an spannende Wendungen und ich war wirklich gefesselt. Mit dem Voranschreiten der Story kommt auch mehr Abwechslung und Spannung ins Spiel und schlussendlich findet die Geschichte in einem unerwarteten Ende einen Schluss. Ich bin positiv überrascht.

Technisch gesehen findet sich mit Prey ein, eigentlich wollte ich es so nicht sagen aber, Fallout ähnliches Spiel. Man steigt ein und erkundet. Die Umgebung muss abgesucht, Gegenstände sollen gesammelt und Gegner eliminiert werden. Auch hier findet man sich gegen Schluss des Spiels auf einem zu hohen Skill-Niveau, weshalb die Gegner auch schon ein bisschen lächerlich wirken. Trotzdem unterhält der Einzelspielermodus in der Form aber ziemlich gut und ich habe, abgesehen vom sinkenden Schwierigkeitsgrad, wirklich nichts zu meckern.

Grafik: 9/10
Ich muss zugeben, auf den ersten Blick schien mir das Spiel schon ziemlich hässlich. Meine Erwartungen wurden von den Pressebildern zwar nicht allzu hoch angesetzt, dennoch war die erste Begegnung ein Sprung ins kalte Wasser. Mir fehlte der eigene Stil und alles wirkte ein Bisschen fade. Nun ja, im Endeffekt aber fand ich mich sehr gut in der Spielwelt eingelebt und es wirkte für mich doch alles zusammenhängend und lebendig.

Einzig mit den Gegnern konnte ich mich auch gegen Schluss des Spiels nicht «anfreunden». Die dunklen Gestalten hätten weitaus monströser, ausgefallener und angsteinflössender sein können. In der Form wie sie jetzt anzutreffen sind, scheinen die Gegner viel zu repetitiv. Das Potential wäre durchaus vorhanden gewesen, mir scheint es aber, als hätte man sich an der Stelle mit weniger zufrieden gegeben.

Sonstiges: 8/10
Nicht immer selbstverständlich aber hier zum Glück umgesetzt: Jederzeitiges Speichern ist möglich. Das ist schon mal ein Pluspunkt. Weiter würde ich von einem übersichtlichen User Interface sprechen, welches sehr gut gelungen ist.

Leider fallen mir aber ansonsten keine weiteren Pluspunkte ein. Beispielsweise gestaltet sich die Handhabung des Inventars etwas mühsam. Konkret kommt es häufig mal vor, dass man ein Item aufnehmen möchte, dieses aber keinen Platz mehr findet. In Wahrheit hat es im Inventar aber noch ausreichen Platz, nur müssen die bereits aufgenommen Items anders sortiert werden um einen «Slot» für das neue Item zu schaffen. Warum dieser Vorgang nicht automatisiert wurde? Keine Ahnung. Auf jeden Fall muss man in solchen Fällen entweder sortieren lassen und falls das nichts bringt, manuell die Items verschieben.

Mein grösster Kritikpunkt in diesem Aspekt ist aber die extreme Ladezeit. Wechselt man von einem Bereich der Spielwelt in einen anderen, so wartet man gefühlt eine Minute. Manchmal muss man, zum Erledigen einer Mission, mehrere Bereiche durchqueren. Konkret heisst das, man läuft 30 Sekunden, wartet eine Minute, läuft wieder 30 Sekunden zum nächsten Bereich und man wartet wieder eine Minute. Vor allem gegen Schluss des Spiels muss man diese Prozedur häufiger über sich ergehen lassen und das ist extrem zeitaufwendig und langweilig. Eine Schnellreisefunktion sucht man übrigens vergebens.

Total: 90%
Mit Prey erlebt man ein sehr spannendes und mitreissendes Spielerlebnis. Zwar wird die Erfahrung durch kleine technische Mängel getrübt, im Endeffekt bleibt aber mehr Gutes hängen. Ich würde das Spiel wirklich empfehlen.

Spezifikationen
Titel: Prey
Erscheinungsdatum: 05.05.2017
Altersempfehlung: PEGI 18+
Publisher: Bethesda Softworks
Getestete Plattform: Xbox One
Testperiode: 29.06.2017 bis 16.07.2017
Testdauer: 28 Stunden

Little Nightmares im Test


Jeder Mensch kennt Albträume. Einige erleben sie als Kinder, andere vielleicht noch als Erwachsene. „Little Nightmares“ illustriert, zumindest meiner Interpretation nach, die Bekämpfung der Albträume aus der Sicht eines Kindes. Das Szenario erlaubt viel Kreativität – und im Test verrate ich wie gut das gelungen ist.

Story: 8/10
Als Spieler taucht man in die Rolle eines kleinen Mädchens ein. Die Welt ist skurril, dunkel und merkwürdige Wesen behausen sie. Vor diesen Gestalten muss man sich verstecken, während man sich einen Fluchtweg sucht. Auf dieser Reise erlebt man eine unerwartete Entwicklung der eigenen Figur. Doch es geht immer weiter, jedem Ausgang folgt die nächste Herausforderung, bis man sich schlussendlich nicht mehr zu verstecken braucht. Die Geschichte ist spannend und mitreissend. 

Spieltechnisch gesehen würde ich von einem Abenteuer-/Rätsel-Spiel sprechen. Dem Spieler wird abverlangt die Umgebung zu studieren, Schlüssel zu finden um die nächste Tür zu öffnen aber auch durch Schleichmanöver die Gegner zu überlisten. Auf dem Weg können Sammelstücke gefunden werden. In dem Sinne unterhält das Gameplay sehr gut.

Leider ist der Einzelspielermodus extrem kurz geraten. Zwar hat mich das Spiel gepackt, eher man sich aber hineinsteigert kommen auch schon die Credits über dem Bildschirm. Was? Schon fertig? Ich hätte mir echt mehr Spieldauer gewünscht. Vor allem wäre es unter diesem Setting sehr gut machbar gewesen. Dafür gibt es ein paar Punkte Abzug.

Grafik: 10/10
Die Atmosphäre ist extrem bedeutsam in diesem Spiel. Lichteffekte und Musik suggerieren dem Spieler einen lebendigen Albtraum. Die Spielwelt lebt und das gefällt mir wirklich gut.

Besonders loben möchte in an dieser Stelle die gezielte Einsetzung der Perspektive. Es wird die optische Illusion geschaffen, dass die Spielfigur sich in einer Welt befindet, die in sich nicht harmoniert, nicht zusammenpasst, als wäre es irgendwie surreal zusammengestellt worden. Wie ein richtiger Albtraum eben. Speziell in Erinnerung habe ich eine Szene im Kopf, bei der durch die Bewegungen eines Lifts eigentlich die ganze Spielwelt bewegt wird und nicht der Lift. Ist das überhaupt verständlich? Wie dem auch sei, die Kamera vermittelt die Sicht der Spielfigur hervorragend.

Weiter sind die Wesen in diesem Spiel merkwürdig aber trotzdem irgendwie orientiert an die Realität. Es bleibt viel Raum für eigene Interpretationen. Man kann Parallelen erkennen, vielleicht interpretiert man aber auch zu viel hinein. Die Konzepte der Figuren regen definitiv zum Denken an.

Sonstiges: 10/10
Mir gefällt die intuitive Steuerung im Spiel. Ich glaube in der gesamten Spieldauer vielleicht einmal einen Hinweis auf dem Hud gesehen zu haben, weil ich vielleicht ein paar Minuten länger als erwartet nach dem Weg gesucht habe. Ansonsten überlässt das Spiel das Erlebnis dem Gamer gänzlich – und das gefällt mir sehr gut.

Das Spiel verzichtet zudem auf irgendwelchen Schnick-Schnack. Keine überflüssigen Menüs, Items oder Features. Man ist komplett in der Spielwelt drin. Dieses Konzept passt super zu diesem Setting.

Total: 93%
Little Nightmares steht für ein lebendiges Spielerlebnis und einer sehr kreativen Umsetzung origineller Ideen. Schade, dass das Spiel mit diesen paar Stündchen sehr kurz ist. Für den kurzfristigen Genuss aber durchaus brauchbar.

Spezifikationen
Titel: Little Nightmares
Erscheinungsdatum: 02.05.2017
Altersempfehlung: PEGI 16+
Publisher: Bandai Namco Entertainment
Getestete Plattform: Xbox One
Testperiode: 14.05.2017 bis 21.05.2017
Testdauer: 5 Stunden

Poochy & Yoshi's Woolly World im Test


Die Menge an Yoshi-Spielen lässt sich wahrscheinlich mit ein paar Finger abzählen. Besonders in Erinnerung geblieben ist mir ein damaliger Ableger für die SNES. Es hat mich deshalb gefreut zu erfahren, dass auf der Nintendo DS nun ein neues Yoshi Abenteuerspiel erscheinen soll, in einer komplett gestrickten Welt. Ich habe mir das Spiel angesehen – und hier gibt es den Test.

Story: 9/10
Schon mal "Yoshi’s Island" gespielt? Hier geht es ähnlich ab, vom Setting her, und das gefällt mir echt gut. Die Yoshis tun sich zusammen um ihre Freunde zu retten und auf dem Weg begegnen sie verschiedenen Bossen, die sich alle magisch vergrössern. Ein weinender Baby-Mario kommt in diesem Spiel aber nicht vor. Wie dem auch sei, die Bosse hätten vielleicht ein Bisschen schwieriger sein können. Andererseits hat man hier sicher auch ein Konsens finden müssen.

Auch von der Spielmechanik her gesehen, lehnt sich dieser Titel stark an den Vorgänger von damals und bringt zugleich viele neue Dinge. Yoshi wirft Wolle auf Gegner oder sammelbare Blumen, es können Röhre hinabgestiegen werden, es gibt viele Verstecke und so weiter. Stetig kommen neue Elemente hinzu, so bleibt auch der Einzelspielermodus sehr unterhaltsam. Die Rolle von Poochy ist eher sekundär, was mich aber nicht stört.

Besonders gefallen tut mir an diesem Spiel, dass man perfekt eine Balance hat schaffen können zwischen den Schwierigkeitsgraden. Neueinsteiger können in einem entspannten Modus spielen, sich von Powerups unter die Arme greifen lassen oder auch Sammelobjekte links liegen lassen. Für Yoshi-Kenner besteht aber durchaus der Ansporn alle Objekte zu sammeln, alle Ecken abzusuchen und sich auch die Zeit zu nehmen, die Levels perfekt abzuschliessen. Belohnt wird man in den Welten 1 bis 6 jeweils mit einem zusätzlichen Level und diese sind verdammt schwer. Kein Scherz.

Kurz formuliert würde ich sagen, dass die Geschichte an sich nichts Neues ist aber die Umsetzung des Einzelspielermodus ist sehr gut gelungen. Da ist man einige Stunden bestens unterhalten. Ansporn für ein mehrfaches Durchspielen bleibt aber im Endeffekt wohl doch eher aus.

Grafik: 10/10
Optisch gesehen schlägt dieses Spiel eigene Töne an. Es ist eine Spielwelt, die ich so in der Form noch nie gesehen habe – zugegeben, irgendwo wird man sich aber auch ein paar Dinge abgeschaut haben. Ansonsten würde ich von einer sehr originellen Umsetzung sprechen, die sich sehr gut im Spiel etabliert und auch gut zu Yoshi passt.

Besonders betonen möchte ich an dieser Stelle auch das Leveldesign. So ziemlich einige Levels müssen mehrfach gespielt werden, bis man auch das letzte Sammelstück hat finden können. Auch gefällt es mir, wie durch gezielte Positionierung vom Spieler ein "perfektes" Spiel abverlangt wird, vor allem bei den Extralevels. Da kann man echt nichts bemängeln.

Sonstiges: 10/10
Das Spiel bietet verschiedene Steuerungsoptionen an, zu meinem Erstaunen aber wird auf den Einsatz von Touchpen oder Mikrofon verzichtet. Das stimmt für mich so voll und ganz.

Gefallen tun mir auch die verfügbaren Powerups, welche manchmal das Sammeln von Objekten in schwierigen Leveln erleichtert. Wie gesagt, das sind lediglich Optionen. Spieler die nichts von Sammelobjekten wissen wollen, werden solchen Items wohl kaum Bemerkung schenken.

Total: 97%
Mit "Poochy & Yoshi’s Woolly World" kam wahrscheinlich der Titel in den Markt, den sich viele Yoshi-Fans eigentlich schon lange gewünscht haben. Das Spiel bietet ein super Jump N’ Run Erlebnis für Kenner der Serie mit hohen Ansprüchen aber auch für Neulinge die ersten Berührungen mit Yoshi machen. Von mir gibt es eine Kaufempfehlung.

Spezifikationen
Titel: Poochy & Yoshi's Woolly World
Erscheinungsdatum: 03.02.2017
Altersempfehlung: PEGI 3+
Publisher: Nintendo
Getestete Plattform: Nintendo 2DS
Testperiode: 03.02.2017 bis 06.05.2017
Testdauer: 24 Stunden

Horizon Zero Dawn im Test


Ich glaube am besten beschreibt sich «Horizon Zero Dawn» als prähistorisches Sci-Fi Titel mit einer offenen Spielwelt. Es ist also quasi eine Mischung aus der Steinzeit und der Zukunft. Was auf den ersten Blick etwas merkwürdig erscheint, entpuppte sich für mich als einer der besten Spiele die ich je geniessen durfte.

Story: 10/10
Ohne an dieser Stelle Spoiler preiszugeben, würde ich die Geschichte von Horizon in etwa so kurzfassen: Ein kleines Mädchen wurde von ihrem Stamm vertrieben. Um wieder aufgenommen werden zu können, muss sie eine schwierige Prüfung bestehen. Sie trainiert Jahre lang für diese Erprobung und als es so weit ist, wird ihr klar, dass ihre Herkunft weitaus geheimnisvoller und bedeutender ist als gedacht.

Es geht auch nicht lange und man lernt die offene Spielwelt kennen, kann Haupt- sowie Nebenquests antreten und jede Menge Maschinen erledigen. Die Spielmechanik umfasst auch Skills erlenen, Items sammeln und solche Dinge die zu einer offenen Welt eben gehören.

Nun, die Geschichte hat mich fasziniert. In den ersten Stunden war ich von der Story noch nicht so überzeugt aber im Verlaufe des Tests wurde ich wirklich gefesselt. Mir gefällt, wie man als Spieler in die Rolle einer sich entwickelnden Figur schlüpft, die sehr heldenhaft aber zugleich auch menschlich ist. Weiter beschäftigt sich die Story mit philosophischen Fragen die irgendwie auch einen bedeutenden Aktualitätsbezug haben. Ich war sehr bewegt und hoffe sehr stark auf einen Nachfolger.

Grafik: 10/10
Wunderschöner grafischer Stil, originelle Mischung von «Technik» und der «Steinzeit», was auch sehr gut mit der Story passt. Abwechslungsreiche Kulisse, da ist man sehr gut bedient. Weiter haben mich die Animationen der Protagonistin stark an Tomb Raider erinnert, was durchaus positiv zu verstehen ist. Abgerundet wird das Ganze durch sympathische Dialoge und schöner Musik.

Ein Bisschen bereue ich, dieses Spiel auf der PS4 Slim gespielt zu haben anstelle der PS4 Pro. Auf der aktuellen Konsole ist es möglich den Exklusiv-Titel mit einer 4K Auflösung zu geniessen, was bei diesem grafischen Kunstwerk natürlich sehr zu empfehlen ist. Dies als Randbemerkung.

Sonstiges: 10/10
Das Spiel bietet keinen Multiplayer, was ich ehrlich gesagt bei der Story und diesem Umfang wirklich nicht vermisst habe. Man ist lange beschäftigt, mit der Anzahl an Missionen und Sachen die es zu entdecken gibt.

Gut gefallen hat mir auch, dass bei der Menge an Items eine Hilfestellung geboten ist. Bei jedem Item lassen sich Verwendungszwecke anzeigen. Das Aussortieren gestaltet sich dadurch also einfacher.

Naja, ansonsten macht das Spiel wirklich alles richtig. Ich habe keine technischen Störungen erlebt, die Steuerung geht sauber von der Hand, das Menü ist sehr gut durchdacht und der Spielspass ist wirklich garantiert.

Total: 100%
Für mich steht «Horizon Zero Dawn» für eine mitreissende Geschichte, einer lebensechten Kulisse und einem insgesamt seinesgleichen-suchenden Erlebnisses. Ich empfehle das Spiel wirklich wärmstens. 

Spezifikationen
Titel: Horizon Zero Dawn
Erscheinungsdatum: 01.03.2017
Altersempfehlung: PEGI 16+
Publisher: Sony
Getestete Plattform: Playstation 4 
Testperiode: 28.02.2017 bis 20.04.2017
Testdauer: 35 Stunden

Rocket League im Test


Fussball ist es nicht, Rennen fahren aber auch nicht. «Rocket League» ist eine Mischung aus beidem und das hat mich sehr beeindruckt. Hier gibt es den Test.

Story: 10/10
Natürlich hat dieses Spiel keine Story im eigentlichen Sinne, bietet aber im Grunde genommen einen Multiplayer sowie den Saison-Modus für den Einzelspieler. Ich werde also in diesem Bereich des Tests auf diese Aspekte eingehen.

Bei Rocket League steht das Gameplay im Vordergrund. Mit Hilfe von kurzen Trainingseinheiten lassen sich sehr einfach und schnell die Grundlagen des Spiels erlernen. Was mich begeistert ist vor allem, dass man ohne Schwierigkeiten einsteigen kann. Die Perfektion der eigenen Skills erfordert aber dennoch viel Übung und Erfahrung. Kurz gesagt: Das Spiel ist einfach erklärt aber schwer gemeistert.

Die meisten Erfahrungen sammelt man im Endeffekt im Mehrspielermodus. Die Community ist riesig, auch ein Jahr nach Release, und mit Hilfe des Match-Makings geht die Suche ziemlich schnell. Die Mit- und Gegenspieler sind in passenden Rängen, was ausgeglichene Matches ermöglicht.

Matches lassen sich in verschiedenen Modi und diversen Konstellationen durchführen, wie 1v1 oder 4v4. Mit den verfügbaren Spiellisten ist viel Abwechslung geboten, der Spielspass auch nach vielen Stunden garantiert.

In diesem Test habe ich viele Stunden im Multiplayer verbracht und ich denke in Zukunft auch oft weiter in diesem Spiel zu verweilen. Rocket League macht sehr viel Bock, damit ist alles gesagt.

Grafik: 10/10
Die grafische Ausgabe passt super zum Gameplay. Es sieht alles flüssig aus, der Stil passt, die Effekte Runden das Spielgeschehen ab und mit den vielen Anpassungsmöglichkeiten der Cars ist auch jede Menge Abwechslung fürs Auge geboten.

Zum Leveldesign zähle ich verschiedene Arenen die teilweise durch ihre Begebenheiten das Spielgeschehen beeinflussen. Generell würde ich von schönen Kulissen sprechen, die alle gut spielbar sind.

Sonstiges: 9/10
Das Spiel weisst sehr wenige technische Mängel auf, die ich aber trotzdem erwähnen möchte. Im Menu treten manchmal Stocker auf. Teilweise werden einige Bildschirmbereiche beim Laden der Matches schwarz. Ob es mit der Installation auf meiner Xbox in Zusammenhang steht, habe ich nicht untersucht. Eventuell könnte da eine Neuinstallation Abhilfe schaffen.

Wie bereits erwähnt, ist man als Spieler schnell im Geschehen drin aber braucht dennoch Zeit um seine Fähigkeiten zu perfektionieren. Dafür ist sicherlich auch die gute Steuerung mitverantwortlich. Es empfiehlt sich aber mal einen Blick auf die Einstellungen zu werfen und vielleicht testweise andere Settings einzustellen. Schade wird dies im Training nicht erwähnt – aber das ist jetzt wirklich jammern auf höchstem Niveau.

Als grössten Kritikpunkt sehe ich den Geldaspekt. Dem Spieler stehen initial nur sehr wenige Ausrüstungsteile für das Auto zur Verfügung. Mit der Zeit werden nach und nach weitere Teile freigeschaltet. Es gibt aber viele coole Bauteile die sich nur kaufen lassen, was wiederum etwas schade ist. Nun ja, wenigstens bringen die erhältlichen Elemente keine Vorteile im Spiel, sondern nur mehr "Swag" für das Auto.

Ansonsten bleibt mir eigentlich nicht viel mehr zu sagen, als das ich erfreut bin über die grosse Community und dem Einfluss vieler anderer Games in Rocket League. Es lassen sich beispielsweise Cars aus anderen Games finden oder auch Flaggen anderer Gemeinschaften dem eigenen Auto anhängen. Die Community lebt und sie ist aktiv. Das ist super.

Total: 97%
Rocket League steht für Spielspass und eignet sich auch für Leute, die eigentlich weder Fussball noch Autos wirklich mögen. Mit diesem Titel kann man nicht viel falsch machen. Wirkliche Kaufempfehlung.

Spezifikationen
Titel: Rocket League
Erscheinungsdatum: 17.02.2016
Altersempfehlung: PEGI 3+
Publisher: Psyonix
Getestete Plattform: Xbox One
Testperiode: 10.02.2017 bis 14.02.2017
Testdauer: 19 Stunden